Generationswechsel

    Warum jetzt? (September 2018)

    Normalerweise schreibe ich nicht über Computer, aber jetzt gibt es einen Grund für diese Ausnahme. Seit über 30 Jahren arbeite ich mit Computern der grossen Obstfirma und bleibe, vor allem wegen des Betriebssystems und einer fehlenden Alternative, dabei.

    Meine Einstellung ist: lieber ältere und kleinere Modelle. Meine letzten Modelle waren von 2012: ein Mac Mini 6,1, Core i5, 2,5GHz und ein 13er MacBook Pro 9,2 mit Core i7, 2,9GHz.

    Den Mac Mini hatte ich nach dem (Neu-) Kauf auf 8GB erweitert und die Harddisk gegen eine SSD ausgetauscht. Das MacBook Pro erwarb ich Anfang 2014 gebraucht und direkt nach Erhalt habe ich den RAM auf 16GB maximiert und eine SSD eingebaut. Durch den i7 Kern und doppelt soviel RAM war das MBP daher spürbar leistungsfähiger. Es war als Bühnen-Rechner (mit etwas mehr "Headroom") gedacht - der Mac Mini als Arbeitsplatz-Rechner.

    Seit einiger Zeit hatte ich immer wieder mal (Audio-) Software ausprobiert, die vom i5 (Mini) nicht mehr bewältigt wurde. Selbst mit maximalem Buffer kamen regelmässig Knackser (und iStat zeigte mir die zu hohe Belastung auch in erschreckend hohen Prozent-Zahlen). Das MacBook Pro 9,2 (2012) konnte fast alles verarbeiten, aber es bewegte sich "am Anschlag" - einige Male war es auch überlastet. Auch kamen immer mehr Gründe (Zwänge), auf das Sierra-System (OS 10.12.) zu wechseln, da mehr und mehr Software es verlangt. Offiziell fallen hier die 2009er Rechner aus dem Support. Apple verweigert das Update. Es gibt aber Möglichkeiten, das zu umgehen: macOS 10.12 Sierra Unsupported Macs Thread oder hier (auf deutsch): So läuft macOS Sierra auf nicht unterstützten Macs.

    Erwähnen will ich noch meinen Fotoapparat, der 4k Filme aufnehmen kann (die ich bisher nicht bearbeiten konnte) - alles verlangte nach mehr Processing-Power. Das Rechner-Upgrade war für mich also überfällig - und da sah ich, dass Apple im Juli (ganz leise während der Ferienzeit) drei neue Modelle des MacBook Pro herausgebracht hatte - und dieses Mal war es wirklich ein Upgrade.



    MacBook Pro 2018

    six-core i7, 2,2 Ghz

    Die Verbesserungen sind: der six-core i7 Chip und die Verwendung des schnelleren DDR4 RAM. Im Vergleich zum 2012 i5 Mac Mini versprach dies schon fast einen Quantensprung. Auch wurden Tastatur-Probleme der 2016 und 2017 Modelle bearbeitet (und hoffentlich gelöst) - die Tastatur fühlt sich trotzdem zu flach an und ist laut. "Beigaben" sind der deutlich verbesserte Monitor und die Möglichkeit, 4k Videos darzustellen und auch mit dem Rechner bearbeiten zu können. Vier vollwertige USB-C Ausgänge beenden die Daten Flaschenhals-Situation der älteren Modelle (nur 2 USB-C Anschlüsse, davon nur einer "vollwertig" - mit Strom). 1,8kg Gewicht und das supergrosse Trackpad beim neuen Modell sind auch cool. Erstaunlich, wie dünn es ist! (Deshalb schreibe ich auch unten über die "Heating-Issues"!)

    Die bittere Pille: RAM und SSD können nicht mehr gewechselt werden und müssen somit beim Kauf des Notebooks auch von Apple gekauft werden! 1.) Ich hoffe, dass Alles heil bleibt. 2.) €480.- Aufpreis für 16GB mehr RAM bin ich nicht bereit zu zahlen. So verhält es sich auch mit der SSD: €480.- Aufpreis für 256GB mehr SSD (512GB statt 256GB) sind in meinen Augen eine Abzocke. 3.) Für mich ist es das erste Modell mit verklebtem Speicher - mein 13er MBP hatte ich genau deswegen gekauft, weil es das letzte Modell war, bei dem der RAM noch nicht verklebt war (damals war es nur der RAM). Ich stehe dem Verkleben also durchaus kritisch gegenüber, erkenne aber, dass in den 4 Jahren mit verklebtem RAM keine grossen Probleme aufgetaucht sind. Ob das mit den SSD ähnlich gut läuft? Man kann nur hoffen.

    Klartext - RAM: 16 GB müssen weiterhin genug sein! 32 GB wären mir natürlich deutlich lieber gewesen. SSD: Da ich keine grossen Sample-Libraries verwalte oder 4k Filme auf dem Rechner transportiere, ist die kleine SSD mit 256 GB leichter hinzunehmen, als die 32GB RAM, aber es ist eine Verpflichtung, Ordnung zu halten, denn ein zu voller Datenträger verlangsamt den Computer erheblich. Die exorbitanten Preise für Speicher bei Apple und das gesamte Verhalten der Firma würden mich zur Konkurrenz treiben, wenn es denn eine gäbe. Apple schafft es tatsächlich, einem den Kauf etwas zu vermiesen, denn die "richtige" Ausstattung wäre 32GB RAM und mind. 512GB, besser 1TB SSD. Auch die verbaute Cam in 720p (also nicht Full-HD) ist eigentlich eine Frechheit und schon lange "total veraltet". Da sie mich nicht interessiert (und sowieso zugeklebt ist), geht das aber an mir vorbei.

    Es gibt ja externe SSD. Um keine Geschwindigkeits-Einbußen zu haben, habe ich mir eine 500GB T5 (max. 540 MB/s) von Samsung, für €110.- zugelegt - meine "alten" 2.5 Zoll SSD wären zu langsam, um die Geschwindigkeit des MBP aufrecht zu erhalten. In zwei Partitionen geteilt, lässt sich die interne 256GB Platte des MBP auf der winzigen T5 spiegeln (Backup) und es bleiben noch 250GB Platz für genug Projekte, Filme, etc.. So wird das Manko der (zu) kleinen internen Platte sehr gut kompensiert und die Backup Problematik ist auch gleich abgehakt. Da die T5 mit zwei Anschlusskabeln kommt, habe ich sogar noch einen USB-c auf USB Adapter - zu Beginn braucht man ja ohnehin ein paar Kabel mehr, um die bestehende Peripherie auf USB-c umzurüsten.

    Ich habe mich also für das kleinste 15' Modell des Macbook Pro mit 16 GB RAM, 256 GB SSD und 555X Grafik entschieden. Vom 555X/2,2GHz Modell verspreche ich mir die wenigsten Lüfter-Einsätze, weil die Prozessoren weniger hoch getaktet sind und die 555X-Grafikkarte weniger Strom braucht, als die 560X. Das ist für mich neben der Leistung der wichtigste Punkt, da ich beim Musizieren keine Lüfter-Geräusche akzeptiere.

    Welches Modell ist denn für wen? Den grossen i9 in maximierter Ausführung brauchen vor allem die Leute, die Präsentationen machen und Dateien blitzartig öffnen und starten wollen (also ganz kurze Leistungsspitzen). Wer mit höherer Dauerbelastung arbeitet, ist oft mit den langsameren Modellen besser dran. Das ganze Temperatur-Management bleibt ruhiger - bei den schnelleren Maschinen aktiviert es schneller die Lüftung, taktet die Prozessoren herunter und verkleinert die Leistungs-Unterschiede. Eine schnellere Erhitzung des ganzen Gerätes ist aber der Preis für die (leider!) super-dünne Bauweise. Der viel beworbene Turbo Boost des Apple Prozessors bezieht sich übrigens immer nur auf Millisekunden Dauer und einen einzelnen Kern (bei diesem Modell ist es einer von 6) - das erwähnt Apple natürlich nicht.

    Bevor ich zum eigentlichen Punkt "Warum jetzt wechseln?" komme, muss ich noch darauf hinweisen, dass sich mit dieser Generation die Anbindung von externer Peripherie deutlich ändert. Der Rechner hat 4 gleichwertige Thunderbolt3 (USB-C) Mini-Buchsen, sonst nichts. Es dürften also für die meisten neuen Besitzer Folgekosten für ein Dock und / oder Adapter anfallen.

Thunderbolt Dock

OWC Thunderbolt 3 Dock

Für eine solide und stationäre Lösung sein, sollten €300.- für die Schnittstellen-Anpassung eingeplant werden (OWC Dock und 2m Thunderbolt3-Kabel). Schon in der Theorie gefiel mir dieser Schritt sehr gut - die umfangreiche Peripherie ist mit dem Dock und nur über ein USB-C / Thunderbolt 3-Kabel mit dem Notebook verbunden. Die üblichen 5 Kabel an den alten Notebooks (Strom, 2x USB, Firewire, Ethernet) waren mir immer ein Graus, brachten eine dauerhafte und chaotische "offene Baustelle" und erwärmten das Notebook stark, weshalb ich zu Hause lieber einen Mac Mini (unter dem Tisch) hatte. Ich stehe also dieser Veränderung (externes Dock) sehr positiv gegenüber - auch wenn zu erwarten war, dass der Wegfall der verschiedenen Buchsen am MacBook Pro den Apple nicht billiger gemacht haben.

Das OWC Thunderbolt 3 Dock ist vielleicht das beste verfügbare Dock. Es ist zwar verhältnismässig gross und mit €275.- nicht billig, aber es hat alle wichtigen Anschlüsse und noch einen grossen Vorteil: ein eigenes Netzteil. Dadurch muss nicht der ganze Strom aus dem Powerbook gezogen werden, wodurch das deutlich weniger heiss wird (Lüfter).

Zumindest im Studio ist es meine Wahl, auch wenn ich Kopfhörer und SPDIF Anschlüsse nicht benötige. Für auswärtige Einsätze werden dann eventuell noch ein paar kleine Adapter oder auch ein kleinerer Multi-Adapter dazukommen - gebraucht werden Ethernet (für Audio), SD-Card Slot und 2x USB3 (1x für ext. SSD und 1x für einen kleinen USB-2 Hub [MIDI, etc.]).

Nach der ersten Zeit mit dem Dock bin ich beeindruckt: alles läuft extrem schnell und entspannt - ganz anders, als am Mini (plus USB3-Hub). Das Beste ist: zur Zeit nutze ich das Datenkabel auch als Stromkabel, habe also das MBP nur mit einem Kabel verbunden. Top! Vielleicht baue ich es doch in mein mobiles Setup ein. Rechts ist zu sehen, was da alles hineingeht: SD, Kopfhörer/Mic, 5x USB3 (2x high powered), Toslink, Ethernet, 2x Thunderbolt3 und ein Mini-Display-Port. Es ist wirklich cool, dass endlich das Notebook nicht mehr mit Kabelpeitschen und - würsten den Tisch verwüstet! Nur ein Kabel - und das Apple Netzteil liegt in der Schublade. Nur das dünne Laptöppchen und die ganze Peripherie in angenehmer Entfernung (und unsichtbar). Bis hier: Perfekt! Aber es ist auch noch keine Belastung (durch DSP) da - und da sieht es deutlich weniger gut aus! (Siehe weiter unten.)



Warum also jetzt wechseln?

eine Einschätzung

Es war ja schon erstaunlich, ja auffällig, wie lange die 2012er Generation der kleinen Mac Mini und PowerBook Pro mit der Entwicklung mithalten konnten, sobald man den RAM möglichst maximiert und eine SSD anstelle der ursprünglichen Harddisk eingebaut hatte. Die SSD sorgte zudem für einen extrem verlangsamten Verschleiss (weil SSDs kühl bleiben). Und da sind wir beim "Knackpunkt", denn die neue (Retina-) Generation von 2014 war in erster Linie der Umstieg zu verklebtem Flash-Speicher und SSDs, sowie einem besseren Monitor. Der Rest war vor allem Design und, damit verbundene, neue Zwänge, die (seitens des Herstellers) in den Griff zu bekommen waren (wie z.B. die immer flacher und anfälliger werdende Tastatur). Die Prozessor-Unterschiede waren gar nicht so deutlich wahrnehmbar.

Hört oder liest man ein wenig über Hintergründe, Vorhaben und Entwicklungen des Computer-Riesen, erstellt sich ein klareres Bild: Die Neuigkeiten der aktuellen MBP, namentlich der 2400er RAM und schnellere Prozessoren waren nämlich schon vor 2-3 Jahren erwartet worden, konnten aber nicht realisiert werden, weil z.B. der 2400er RAM mehr Strom braucht und dafür ein anderes Akku-Konzept umgesetzt werden musste. In der Prüfung der neuen Akkus fielen diese jedoch durch und so war Apple gezwungen, mehr alte Technik in die neuen Modelle (2015-2017) einzubauen. Diese ganzen Details erzeugen vor allem Kopfschütteln und verstärken bei mir die Zweifel am Korporatismus und einer globalen Wachstums-Wirtschaft insgesamt.

Apple hat eigentlich alles dafür getan, die neueren Bestandskunden (der letzten Jahre) richtig wütend zu machen, denn das kleinste Modell der neuen 15' MBP Serie ist bis zu 70% schneller, als das grosse MBP vom Vorjahr - und so ein maximiertes MacBook Pro ist schliesslich wirklich extrem teuer! Ich wäre jedenfalls maßlos wütend, hätte ich mir letztes Jahr so ein MBP gekauft. Vielleicht deswegen die "leise" Einführung während der Sommerferien?

Mit den ganzen Neuerungen der letzten Zeit lässt sich jetzt also mit dem kleinen 15 MacBook Pro eine solide Neuausrichtung umsetzen. Kein Firewire mehr und dafür Thunderbolt3 (mit USB-C Stecker) - 4k stellt auch keine Grenze mehr da. Gut.

Da die kleinen 2016 und 2017er Modelle noch mit 8GB kamen, gilt auf dem Gebrauchtmarkt bei 16GB schon ein "Upgrade-Preis", und das führt bei 16GB Modellen zu enorm hohen Preisen ab 1900.-, da ist der Aufpreis von ca. €500.- oder weniger, zum aktuellen, und dann neuem, Modell mit seinen ganzen Verbesserungen, doch eher lohnend. Es ist auch davon auszugehen, dass der nächste neue MBP Prozessor von Apple nicht vor Ende 2019 kommt, d.h. die MBP werden nur unwesentlich günstiger und erst einmal so bleiben. Da aber jetzt, wahrscheinlich im Oktober 2018, auch ein neuer Mac Mini vorgestellt wird (der wohl nicht mehr €600.- kosten wird), vermute ich, dass jetzt ein Generationswechsel vollzogen wird und die Modelle von 2012-2017 danach deutlich absacken (auch im Preis). Um also eine teilweise Refinanzierung des MBP durch den Verkauf der alten Geräte zu erreichen, dürften die letzten Monate dieses Jahres vielleicht die letzten sein, in denen das noch annähernd erreicht werden kann.

Mein erster Mac war der SE30 (1989) und meine beste Apple Erfahrung ist, ohne Frage, der Mac Mini von 2012 (und auch die MBP aus dem gleichen Jahr). Er war günstig (inklusive RAM Maximierung und SSD ca. 900.-) und Verschleissteile sind einfach auszutauschen (z.B. Lüfter). Daher würde mich ein neuer Mac Mini auch sehr reizen. Im Studio wäre er mir sogar lieber als ein Notebook, weil er sich viel besser in den Tisch integrieren lässt. Durch Thunderbolt3 und Dock ist es mit dem Notebook aber schon viel besser geworden (nur noch ein oder zwei Kabel zum MBP).

Heating-Issues...

Die Probleme mit der grundsätzlichen Überhitzung der MBP 2018 wurden im Juni behoben (auch wenn es im Internet noch nachhallt), wenn es aber in Bereiche mit höherem CPU Ressourcen-Bedarf geht, kommt der Fluch des Designs (zu dünn!) zum Tragen! Gut ist natürlich, dass einige Software, die auf meinem Mac Mini i5 zu Problemen führte (ca. ab 62% CPU Power Bedarf) jetzt, auf dem MBP 2018, mit 15-32% ganz entspannt läuft. Wer aber (wie ich es tat) davon ausgeht, dass der Ressourcen-Bedarf parallel zur stärkeren Prozessorleistung steigen kann, wird eine herbe Enttäuschung erleben: Ab 35% CPU Belastung beginnt der Rechner, sich enorm aufzuheizen! Hier kommen verschiedene Faktoren zusammen, denn das Powerbook versorgt ja nebenbei auch noch den hungrigen Monitor und - nicht so augenscheinlich - den schnelleren DDR4 RAM. Auch der will ja mehr Strom, als der allte DDR3 RAM. Ein Rechner, bei dem die Venilatoren mit 3500 rpm oder mehr laufen, ist aber zum Musizieren absolut unbrauchbar. Ausserdem wird er so, voraussichtlich nach 2-3 Jahren, "zu Staub zerfallen" - d.h. er wird verschlissen und ausgetrocknet sein. Dafür ist er aber zu teuer (und, wie gesagt, so auch zu laut!).

Ein kleiner Vergleich (mit identischer Software): der Mac Mini verbraucht ca. 14W und das MBP 2018 über 79W!!! Auch der Stromverbrauch bedeutet natürlich Wärme! Besonders in dem engen Gehäuse-Korsett! (Stichwort Schwindsucht - fast wie bei den Damen des 19. Jahrhunderts...). Ach so - um zu diesen Temperaturen zu kommen, habe ich praktisch Alles, was zu deaktivieren war, deaktiviert (System). Vorher dachte ich schon, ich müsste das MBP zurückgeben und gegen Apple in den Krieg ziehen.

Der Fortschritt von den 2012 oder 2015 Modellen zum MBP 2018 ist also nicht so gross, wie die Leistungssteigerungen der neuen Modelle. Schade. Apple sucks. Leider. Design darf nicht die allein bestimmende Vorgabe sein, sondern der Bedarf der User.



[edit Nov 2018]

Mac Mini 2018

mit six-core i7, 3,2 Ghz?

Ich bin jetzt offiziell Apple-Prophet: Am 31.10. wurde die neue Mac Mini Serie vorgestellt. Sie ist auf's Haar so, wie ich es vermutet hatte. Leider mit verklebter SSD (so dass, aufgrund der Preise, eine externe Platte Pflicht ist). Die neuen externen Disks (z.B. Samsung T5) sind aber über Thunderbolt3 so schnell, dass keine Einbußen zu erwarten sind. Nun die gute Nachricht: der RAM lässt sich auch nachträglich bis auf 64GB erweitern! Den Mini gibt es von €850.- bis - und das hätte ich nicht erwartet - €5000.- ([k]ein Witz!). Das Modell, das am ehesten mit meinem MBP 2018 vergleichbar ist, kostet 1729.- (mit 16GB Apple RAM). Die Alternative wäre 1489.- (mit 8GB zum "wegschmeissen") plus neuer RAM vom Drittanbieter (32GB [2x16GB] ca. 300.-) - um aber auf 64GB zu kommen, müssten es 32GB RAM SO-Dimms sein. Ein 32GB RAM SO-DIMM für den Mini kostet momentan ca. €500.-.

Und es bleiben immer noch Unterschiede zum Macbook Pro: der Mini ist ein ganzes Gigaherz höher getaktet - wohl wegen der Möglichkeit, im Mini-Gehäuse höhere Temperaturen managen zu können - und die Grafikkarten im Mini sind deutlich schwächer als die im MBP. Der preisliche Unterschied zwischen Mini und MBP liegt bei Apple zwar bei €1070.- - beim Strassenpreis gibt es aber für die Minis meistens grössere Reduktionen als für Notebooks und so dürfte die Differenz auf ca. €600.- schrumpfen. Von daher befürchte ich, dass sich der "gleichstarke" Mini (zum MBP 15') noch nicht wirklich lohnt - für 4k bräuchte ich z.B. zumindest einen neuen Monitor. Und genau an diesem Punkt ist auch das grosse Wirrwarr, das Apple mit den letzten Veröffentlichungen erzeugt hat: viele Modelle konkurrieren nun untereinander, durch Eigenschaften oder Preis (z.B. sind das Macbook Air und das MBP 2018 fast gleich-dünn). Das untere Preissegment (Mac Mini 600.-, Macbook Air unter 1000.-) wird mit den DDR4-RAM-Geräten deutlich angehoben... Auch wäre ein Belastungstest interessant - ab wann wird der Mac Mini laut?