Buchla

Electric Music Box

Dies ist mein, hauptsächlich mit Clones der 200er Serie (Bj. 1970-82) bestücktes Instrument. Die geringe Anzahl von Modulen im Buchla Format wirkt im Vergleich, z.B. zum Eurorack, geradezu beschränkt - fast wie eine De-Individualisierung. Trotzdem hat die "Buchla 200 Series" einen unverwechselbaren Charakter, der sich nicht auf einen Sound beschränkt.

Clones haben den Vorteil, dass sie noch keine 45 Jahre auf dem Buckel haben und erheblich weniger kosten, als die seltenen Originale. Teilweise wurden sogar Mängel oder Schwächen behoben. Wie die Unterschiede zu den Originalen im Detail sind, kann ich nicht beurteilen. Ich bin jedoch ausgesprochen glücklich mit diesen Modulen.

Buchla Modular-Serien sind grob zu unterteilen in die 100-Series (60er Jahre), 200-Series (70er) und 200-e-Series (seit 2005). In den 80ern gab es noch die 400- und 700-Series, die aber extrem selten sind.

Dass diese Module so interessant und anders sind, liegt unter anderem daran, dass das Mischen (Audio) einen "anderen Rang" einnimmt. Die meisten Funktionen sind auf regulierbare Gewichtungen ausgelegt. Auch sind sehr schöne Verzerrungen zu erzeugen - quasi eine Verlängerung des Waveshaping, der anderen Spezialität Buchla's. Sehr intuitiv. Ich hatte schon sehr viele Synthesizer - keines hat mich gefesselt wie dieses! Es ist mein "Königs-Instrument".

Don Buchla

1937-2016

  • Don Buchla (1937-2016) ist einer der (für mich) "grossen Vier" - das sind Don Buchla, Robert Moog, Peter Zinovieff (EMS) und Alan R. Perlman (ARP) - etwa in dieser Reihenfolge auch auf der Bildfläche erschienen (zwischen ca. 1960 und 1970). Ich denke, alle vier hatten dabei Hilfe von wichtigen Freunden oder Mitarbeitern, deren Existenz nicht unerwähnt sein sollte. Solche Dinge entstehen im Dialog.

    Don Buchla war mit seinen Entwicklungen immer sehr früh dran - die modulare 100er Serie wurde z.B. bereits 1963/64 vorgestellt (Bild mit dem Maestro - Fotograf unbekannt). Aus verschiedenen Gründen hatte Buchla nie den "kommerziellen Durchbruch" erreicht - was sicherlich auch damit zu tun hat, dass Moog und ARP vor allem durch die kleineren Bühnen-Synthesizer für Rock- und Pop-Musik eine breite Käuferschicht fanden, während Buchla eher mit Komponisten und Universitäten arbeitete, die ganz andere Bedingungen/Ausrichtungen wünschten. Dazu kam/kommt, dass Synthesizer schon teuer waren, Buchla aber sehr, sehr teuer. Da Don Buchla, der Namensgeber und Schöpfer dieses Formats, den Begriff "Synthesizer" als irreführend betrachtete, bezeichnete er seine Instrumente als "Electric Music Box".

    Das Instrument verhält sich einem akustischen erstaunlich ähnlich (LPGs) und ist sehr angenehm und intuitiv zu steuern. Die Modul-Panels wurden bei Buchla in der Regel zuerst entworfen, was sehr ungewöhnlich ist. Die Grösse der Module (4HE), die Funktionsdichte, die physikalischen Abstände der Regler und Anordnung der Schalter/Regler sind für mich die gelungenste Umsetzung (im Vergleich mit anderen Formaten). Durch die markante Anordnung und die leicht unterscheidbaren Erscheinungsformen der Module wird der intuitive Zugang zusätzlich unterstützt.

Buchla 200-e

Die aktuelle Serie

    Ein sehr hübsches System - aber nicht günstig: das abgebildete Case (18U) kostet, je nach Konfiguration, zwischen $22.000 und weit über $30.000. Ein begehrtes Instrument - von den Möglichkeiten eigentlich ohne direkte Konkurrenz. Ich habe wenig Erfahrung mit dieser Serie und kann nur mein einziges "Erlebnis" damit schildern - es war nicht so positiv, aber der Bericht enthält trotzdem "neutrale" Angaben zur 200-e Series.

    2012 wollte ich mit Buchla - aber mit der e-Serie - starten. Nach Vertiefung in ein Skylab (10U) wollte aber keine Freude aufkommen. Die Verarbeitung schien mir suspekt, viele Regler fühlten sich sehr wackelig an und zwei der 10 Module funktionierten nicht. Der Sound des 261e gefiel mir nicht (im Vergleich zu den Oszillatoren der früheren Serien 100 und 200) - und es war leider der einzige eingebaute VCO.

    Das (durchaus interessante und einmalige) Preset-Management ist mir eher im Weg, weil ich genau das mit Max machen möchte. Es wäre eine komplett zu steuernde Sub-Ebene, die mir mehr Komplikationen als Nutzen bringen würde, ausserdem möchte ich möglichst keine Module mit Firmware. Die e-Serie ist zudem sehr stark auf die Trigger- und Sequencer-Pulse-Welt ausgelegt, mit der ich in dieser Form nur wenig zu tun habe. Es gibt daher wesentlich mehr Pulse-I/O's in der e-Serie, als bei den Vorläufern, da hiermit auch Sub-Presets in Modulen abgerufen werden können. Im Triple Morphing Filter 291e sind z.B. 3 "Nodes" mit jeweils 8 "Stage Numbers". D.h., ein integrierter Step-Sequencer mit 8 Steps und 3 Bussen wird für die Speicherung der 3 Filter-Werte etc. gebraucht. Mit Pulses wird er "durchgesteppt" und mit CV interpoliert (ich denke, es ist Interpolation und nicht Morphing).

    Die e-Serie ist im Vergleich zur 200 Serie leistungsmässig gleichzeitig gewachsen und in der Grösse komprimiert worden. Das Dual BPF 291 z.B. ist zum Triple Morphing Filter 291e geworden. Das System-Interface 227e ist geschrumpft und bietet trotzdem zusätzliche Möglichkeiten (das einzige e-Series Modul in meinem System). Ein Höhepunkt (für mich) ist die Matrix, die ich aber (erfreulicherweise) nicht benötige.

    Also: ein tolles Konzept - aber nicht für mich. Vielleicht werden bei mir trotzdem irgendwann mehr e-Serien Module dazukommen - mein Basis-System habe ich lieber auf Basis der 200er-Clones errichtet, die ich klanglich eindeutig vorziehe.

Buchla-Details

Eigenarten
  • Da Don Buchla Tastaturen nicht unbedingt als ideale Controller ansah, gab es von Beginn an alternative Steuermodule - für CV gab es verschiedene Touch-Plate-Attenuator-Varianten und sehr eigenwillige Sequencer, für Audio komplexere Matrix-Mixer.

    Buchla hat 0-10V Steuerspannung, ist aber unipolar (nur positive Werte). Deshalb wird Audio (bipolar) und CV getrennt behandelt und für CV-Verbindungen werden 4mm Bananenstecker (Lamellenstecker) verwendet.

    Das Audio Stecker-Format ist das seltene Tini-Jax .141 von Switchcraft. Tini-Jax ist minimal grösser als 3,5mm Miniklinke und sieht zum Verwechseln ähnlich aus. Tini-Jax Stecker gibt es in Metall- und Plastik-Ausführungen.

    Miniklinken-Stecker sitzen nicht ganz so fest, funktionieren aber auch und lassen sich daher bedenkenlos im Buchla benutzen.

    Buchla verwendet Linepegel 0dB/600 Ohm für Audio (anstatt +12dB/150 Ohm, wie Eurorack).

    Buchla verwendet 1,2V/oct (anstatt 1V/oct oder Hz/V).

    Buchla Electric Music Boxes arbeiten intern mit 15V - auch wenn sie mit 12V Netzteilen versorgt werden! Die originale 100-Series und die ganz frühen 200er Module wurden noch mit 15V (und teilweise mehr) versorgt.

    Die Bananen-Buchsen unterliegen einem Farb-Code. Orange für Pulse-Eingänge und Rot für Pulse-Ausgänge, Schwarz und Grau für CV Eingänge, Blau und Violett für CV-Ausgänge. Die Alternativen (Grau/IN und Violett/OUT) werden nur verwendet, wenn Ein- oder Ausgänge in grösserer Anzahl im Modul sind.



    Bei der 200e-Serie sind auch die Knöpfe farbcodiert: die Positionen der blauen Knöpfe werden im Preset gespeichert, die der weissen nicht.

    Eine besondere Eigenart ist die Länge und Stärke der Pulses. Die Module (insbesondere in der 200e-Serie) produzieren alle sehr unterschiedliche Pulses mit verschiedenen Formen (Rechteck/Dreieck), Längen (0.5ms bis 4ms) und Stärken (9-14V). Hierauf gehe ich weiter unten ein (siehe: Max/MSP Besonderheiten im Umgang mit Buchla).



    Buchla - buchla.com



Mein Buchla

200 Series Clones
  • Da ich die (historische) "200 Series" vorziehe und für mich das Programming Environment "Max/MSP" von zentraler Bedeutung ist, lasse ich einen grossen Bereich Module aus. Gerade dieser Bereich spielt auch, insbesondere in der e-Serie, eine zentrale Rolle (z.B. Sequencer, Touch-Panel, Matrix-Router und Preset-Management). Das ist zwar interessant, aber nichts für mich - diese Dinge will ich mit Max machen. Sind also diese Module auch für noch so viele Buchla-Freunde attraktiv, ich habe keinerlei Ambitionen, sie anzuschaffen und werde im Folgenden über die Details meines Instrumentes berichten.

    Das oberste Boat hat 3HE und ist Eurorack. Es hat mit dem Buchla nichts zu tun und war einfach der beste Platz, diese Module in meinem Instrument unterzubringen - die dort enthaltenen Expert Sleepers Module (rechts) sind für die Steuerung MOTM.

    Wegen der Expert Sleepers Module (Audio to CV) ist die linke Hälfte des oberen Buchla-Boats mit 72TE Eurorack Modulen vollgepflastert. Ausser den Expert Sleepers Modulen habe ich noch einen Vector-Mixer (Joystick), Pedal-Interface (Sustain und Expression), Dual VCA, Gate-to-Pulse Konverter, zwei Crossfader und zwei A/B-Switches eingebaut. Natürlich haben die Eurorack Module ein eigenes Netzteil.

Die Module

  • Programmable Complex Waveform Generator Model 259

    Der "Programmable Complex Waveform Generator Model 259" (links) ist ein Doppel-Oszillator mit Timbre-Modulation.

    Insbesondere der 259 macht deutlich, warum Buchla weniger Module benötigt. Natürlich sind die Schaltungen ebenso in anderen Formaten möglich - sie erfordern aber 3-8 Module für dieselben Aufgaben (das sind 2x VCO, VCAs, Attenuators, Waveshaper etc.). Die Aufteilung des Shapings in Timbre und Harmonics mit Order und Symmetry kam erst mit dem Model 259 und macht diesen Waveform Generator zu einem wahrhaft königlichen Modul. Der Banana CV-Out des linken Oszillators ist ein weiterer Vorzug des 259.

    Buchla VCO's sind für Frequenz-Modulation und Waveshaping ausgelegt und Buchla ist "anders" zusammengestellt - auch modular, aber die Gruppierungen der Funktionen sind in ausgesuchten Kombinationen so zusammengefasst, dass auch eine grundsätzliche instrumentale Charakteristik entsteht.



    Dual Oscillator Model 258 und Model 258v

    der "Dual Oscillator 258" (rechts) ist vielleicht "der" klassische Buchla VCO. Der obere Oszillator ist Sinus zu Sägezahn, der untere Sinus zu Rechteck. Vom Model 258 gibt es mindestens drei Clone-Versionen, das Model 258r, das Model 258r mit historischen Bauteilen und das Model 258v, von Mark Verbos. Ich habe die beiden letzt-erwähnten Versionen, die, bei aller Verschiedenheit, beide ihre Vorzüge haben. Das Model 258v hat anstelle der "Fine-Tuning"-Achsen CV-Eingänge an der Stelle. Mein Favorit ist das Modell mit den historischen Bauteilen, weil es etwas "eieriger" ist. ;-)

    Das, was mich an diesem Doppel-Oszillator so fasziniert, ist, wie ungeheuer "straight forward" er ist. Er wirft keine Fragen auf, hat eine Teilung (oben Sägezahn / unten Rechteck), erlaubt Cross-Modulation und klingt einfach so, wie der "VCO für die Insel".



    Harmonic Oscillator Model 262v

    Der "Harmonic Oscillator Model 262v" (links) ist ein additiver Oszillator mit 10 Partial-Tönen. Ausser den Single Outs der Teiltöne hat er (natürlich) auch einen Mix-Ausgang für alle Teiltöne und Saw, Tri, Square und Pulse Ausgänge. Die Teiltöne können mit den Sliders im Volumen kontrolliert werden oder über die CV-Inputs (schwarz).

    Da Mark Verbos inzwischen eine bekannte Eurorack Serie hat, in der es auch einen Harmonic Oscillator gibt, werden sich Viele fragen, wo die Unterschiede liegen. Augenfällig sind die zwei Regler mehr am 262v. Es sind nicht einfach zwei Regler mehr - es sind zwei wichtige Obertöne mehr, die das harmonische Spektrum ganz entscheidend erweitern, weil sie über die Oktave hinausgehen (und damit über die Dreiklang-artigkeit).

    Der 262v ist besser regelbar (beim Eurorack Modul ist das etwas undurchschaubar) und der Euro-VCO basiert eher auf dem Oszillator Model 258, während der 262v auf dem Oszillator des Model 259 basiert. Na ja - und Euro ist 12V.

    Dual Sine-Sawtooth Generator Model 158

    Dieser Doppel-VCO ist der Nachbau des Oszillators aus der 100 Series (BJ.63-70), der "Dual Sine-Sawtooth Generator 158" - Vorläufer des 258. Die 100 Series gefiel mir immer wegen ihrer Rohheit. Der Nachbau erreicht diese nicht ganz, hat dafür aber andere Vorzüge, z.B. eine wesentlich bessere Stimmstabilität. Auch ist die 100 Series nicht so komplett CV-steuerbar, wie die 200 Series und muss daher stärker manuell bedient werden. Der Oszillator 158 ist genauso "straight forward" wie sein Nachfolger, hat aber nur die Wellenformen Sinus und Sägezahn, während der 258 einmal Sinus zu Sägerzahn und einmal Sinus zu Rechteck bietet. Auch der 158-Oszillator ist schlicht wunderbar und ich möchte nicht mehr darauf verzichten. 158 und 258 haben das "berühmte" Buchla-Zittern. Ich mag das. Klingt nach der grossen Zeit der elektronischen Musik.

    Quad LoPass Gate Model 292c

    Filter haben nicht die zentrale Position, wie bei VCO/VCF/VCA/ADSR "Eastcoast"-Systemen (Moog, ARP). Es gibt trotzdem einige. Der Grund für die weniger zentrale Bedeutung der Filter liegt hauptsächlich an zwei Dingen: zunächst ist das Waveshaping auch als eine Alternative zum Filtern zu betrachten und Buchla arbeitet mit Lowpass-Gates anstelle von VCA's - das erzeugt "natürlichere" Ein- und Ausschwingvorgänge, da die Obertöne sich mit der Lautstärke (oder Öffnung des LPG) verändern. Deshalb würde ich die LowPassGates (292) als das "typische" Buchla Modul bezeichnen - auch optisch hebt es sich durch die diagonal angeordneten Knöpfe deutlich erkennbar ab.

    LowPassGates sind, technisch gesehen, VCFA - wobei Filter und Amplifier gekoppelt gesteuert werden. Das Modul bietet auch einen VCA- und einen Combo-Mode. In den Lopass-Modes ist das 292 eines, der klanglich prägendsten Module und mitverantwortlich für den "Buchla-Sound". Beim 292 wird es auch Zeit, die Schwächen zu erwähnen, da manche Applikationen eventuell deswegen ein Workaround benötigen: das 292 schliesst nicht komplett und sollte daher idealerweise durch ein Gate oder einen weiteren VCA verlängert werden. Eine weitere "Schwäche", die als Auszeichnung empfunden wird, ist die Vactrol-Steuerung: sie funktioniert über optische Widerstände und ist ziemlich langsam.



    Dual Voltage Controlled Filter Model 291

    Das Model 291 (rechts) ist ein doppeltes Bandpassfilter und nicht jedermanns Sache. Es ist klanglich sehr charakteristisch, daher leicht zu erkennen und es klingt "sehr altmodisch". Solche reinen/ausschliesslichen Bandpass-Filter waren die ersten, in der elektronischen Musik verwendeten Filter (z.B. der Maihak W49 Hörspiel-Verzerrer aus den 50er Jahren). Reine Bandpass-Filter sind heute eher selten und meistens nur Teil eines "Variable State Filters". Werden Hoch- und Tiefpass aneinander gehängt, ergeben sie ja auch ein Bandpass. Die Vactrol-Steuerung (Lichtquelle und optischer Widerstand) des Model 291 formt zusätzlich den sehr eigenen Charakter. Lichtleiter sind, entgegen der Vermutung, eher langsamer. Vactrol-Steuerungen haben eine spürbare Trägheit.

    Frequency Shifter Balanced Modulator Model 285

    Das Model 285 ist Frequency Shifter und (Ring-) Modulator. Diese Kombination liegt nahe, weil für Shifting die Welle halbiert- und nur der positve Wert abgegeben wird. Durch Erhöhung des Offsets steigt dann dieser positive Bereich in der Tonhöhe (Shift). Durch das Zuschalten des negativen Wellen-Anteils kommt die "Gegenschwingung" dazu (tiefer werdende Töne) und das erzeugt den Ringmodulations-Effekt. Ich nenne es Effekt, weil es nicht ganz einer "typischen" Ringmodulation entspricht (mehr zur Ringmodulation ist hier).

    Das Model 285 ist eine Entwicklung von Roman Fillipov und ist nicht komplett analog - zu erkennen am 4. Stromkabel, welches 5V führt. Ich bin vom Klang nicht wirklich überzeugt und finde, dass sowohl Shifting, als auch Ringmodulation mit Max/MSP besser klingen.





    Programmable Spectral Processor Model 296

    Das Model 296 kann als Filterbank, oder, wie der Name "Programmable Spectral Processor" schon sagt, auf vielfältige Weise für "spektrales Processing" eingesetzt werden. Eigentlich beherbergt das 296 drei Module. Die Slider sind ausschliesslich mit der Funktion als Filterbank verbunden. Die dazu gehörenden Outputs sind oben in der Mitte. Klanglich der interessanteste Teil ist der "Programmed Spectrum" Bereich - Audio Out oben rechts. Die Slider haben hier keinen Einfluss, aber die (schwarzen) CV Inputs. Für alle 16 Frequenzbänder gibt es Envelope Follower CV Outs (blau/violett) und Audio Einzelausgänge. Schon fast als einen Zusatz sehe ich das Kammfilter - Output oben links. Die Kombination der Funktionen, I/O's und die Aufteilung der Audio-Inputs in "Even" und "Odd" (2x8) erlauben auch einen Vocoder-artigen Gebrauch des 296 - das ist eben das Spectral Processing.

    Das Model 296 macht auch besonders deutlich, warum Buchla gut geeignet ist, in Verbindung mit Computer, Tonbändern oder Instrumenten zu arbeiten (die verwendeten Line-Audio-Pegel sind dabei auch sehr zuträglich). Bei Buchla sind die Eingänge in der Regel unten und die Ausgänge oben an den Modulen.



    Dual Matrix Mixer Model 205

    Auch wenn der "Dual Matrix Mixer 205" meinen Anforderungen komplett widerspricht - er ist riesig und kann nicht CV-gesteuert werden - konnte ich ihm nicht widerstehen. Jeder der 10 Eingänge kann auf 4 Busse geregelt werden. Die 4 Busse liegen jeweils paarweise als "left" (1-5), "right" (6-10) und "all" (1-10) an.

    Die Switches sind eigentlich Monitor-Schalter für eine interne Verbindung mit dem Model 227 (System-Interface). Input 1-5 sind Monitor-Left und Input 6-10 sind Monitor-Right. Ich nutze "Monitor-Right" als Aux Ausgang und habe einen Klinken-Ausgang dafür auf der Rückseite des Instruments angebracht. Dort wird das Pedalboard mit Boost, Overdrive, Fuzz, Phaser, Delay und Reverb angeschlossen.



    Der Mixer 205 ist als Sub-Mixer anzusehen. Er ermöglicht, insbesondere für das Model 296 "Spectral Processor", eine wesentlich bessere Nutzung. Die Eingänge sind unten, die Ausgänge oben, vertikal die Regler für die Ausgänge A, B, C und D.



    Signal Delay Unit Model 277

    Das "Signal Delay Unit Model 277" habe ich zum Testen in meinem Instrument. Auch dieses Delay ist ein besonderes Modul, denn es gab es so nie von Buchla. Wenn ich richtig informiert bin, ist es von Roman Filipov (Sputnik) entwickelt worden! Die 1/4, 1/2 und 3/4 Outputs sind dafür da, um Feedback dazuzuregeln.

    Ich wollte gerne ein Delay im Instrument haben, um eine doppelte ADDA-Wandlung zu vermeiden. Mit dem TC Electronic Flashback hatte ich aber bereits ein Delay und damit auch einen Maßstab. Vom Klang des 277 Delays bin ich nicht überzeugt - obwohl es viele Anhänger haben dürfte. Ich denke, dass es mit den digitalen Bauteilen oder der Programmierung zu tun hat, denn beide digitalen Module (285 und 277) in meinem Instrument können mich aus den gleichen klanglichen Gründen nicht überzeugen. Im Alltag neige ich eher dazu, das Delay meines Pedalboards zu benutzen - auch weil es durch Boost noch etwas weiter geformt werden kann.



    Source of Uncertainty Model 266

    Ein besonders populäres Modul, welches untrennbar mit dem Namen Buchla verbunden ist, ist das "Source of Uncertainty Model 266". Dieses Modul ist wahrscheinlich Vorbild der meisten, heute produzierten Random Generators.

    Von Oben nach Unten:

    In der oberen Reihe sind 3x2 Noise Outputs in den Stufen -3dB, 0dB und +3dB. Das ist sehr "nett" und viele Random Generators bieten das nicht an. Der Zufall in diesen Generatoren wird ja über White Noise generiert! In der zweiten Reihe werden 2x "Fluctuating Random Voltages" ausgegeben - auch ohne getriggert zu werden. Über die CV-Inputs oder Regler wird die Intensität der Bewegung eingestellt.

    Die mittleren "Quantized Random Voltages" und "Stored Random Voltages" stellen den eigentlichen Random Generator dar. Die, jeweils unteren, Ausgänge geben die "Hauptwerte" ab, die oberen eine eingeschränktere Bewegung.

    In der unteren Reihe ist der "Integrator" (links) und verbiegt CV von *0.1 bis *10. Rechts macht eine S/H Unit das Modul perfekt! Die Pulse Ausgänge sind unterschiedlich: links aufsteigende Kurve und rechts absteigende Kurve als Auslöser (On/Off).

    Die Pulse-Eingänge (Trigger) sind orange, die Pulse-Ausgänge rot. Die CV-Eingänge sind schwarz und die CV-Ausgänge sind blau/violett. Die metallischen Buchsen sind Audiobuchsen - hier nur (Noise-) Outputs.



    Quad Function Generator Model 281

    Der "Quad Function Generator Model 281" (links) macht genau das, was der Name sagt: er produziert vier Funktions-Kurven (AD) in drei Variationen. Einmal als Loop (quasi LFO), einmal als einzelne AD Kurve auf ein Pulse-Signal (Trigger) und einmal als ASR, wobei das Sustain als 5V Gate hinter dem 10V Trigger (Pulse) erst durch 0V (z.B. Loslassen der Taste) die Release Kurve freigibt. Im Quadratur-Mode werden je 2 Kurven zusammengelegt und es können dann zwei komplexere Kurven mit diesem Modul generiert werden.

    Quad Voltage Processor 254v

    Der "Quad Voltage Processor 254" (rechts) ist im Kern ein verdoppeltes "Model 257" und wurde von Mark Verbos entwickelt. Eingehende CV-Werte können hier nach allen Regeln der Kunst verbogen und moduliert werden. Ich habe es, um ein wenig "modular feeling" im Instrument zu halten, denn CV sende ich hauptsächlich über meine Max-Patches vom Computer. So habe ich 4 Computer-unabhängige Verbieger mit Offset-Reglern, die die Autonomie des Instruments aufrecht halten.



    System Interface Model 227e

    Das einzige Modul aus der aktuellen "200e Series" in meinem Instrument ist das "System Interface 227e". Meines ist jedoch optisch (Poti-Kappen) an die historische "200 Series" angepasst. Ich habe das aktuelle Modul 227e dem historischen 227 vorgezogen, weil es nur halb so gross- und viel einfacher zu bekommen ist. Auch passt es sogar eher besser zu aktuellem, digitalen Equipment. Das 227e bietet einen Mic-Pre mit Envelope Follower, einen Kopfhörer-Verstärker, einen 4 in 1 Submixer und 4 Ein- und Ausgänge. Jeder Ausgang kann separat gepegelt werden und besitzt einen eigenen "Swirl"-Generator für 4-Kanal Rotationen (Direction/Rate/Amplitude). Ausgang 1+2 und 3+4 haben jeweils einen 3 Band Equalizer und Master-Volume. Vier Meters mit je 6 LEDs zeigen die Pegel an. Wenn auch die Ausgänge recht einfach durch ein Max-Patch ersetzt werden könnten, würden die zusätzlichen Funktionen (Mic-Pre, Submixer, Headphones) doch sehr fehlen. Auch die EQ's vor den Ausgängen sind willkommen.

    Zum "System Interface 227e" gehört auch ein Breakout-Panel auf der Rückseite des Cases. Darauf sind die vier Ausgänge als 6,3mm TS-Klinkenbuchsen und ein XLR-Mikrofon-Eingang.

Teile

der Kleinkram

    Schrauben

    Zoll-Schrauben sind immer ein Problem in Deutschland. Zum fixieren der Module habe ich blaue Inbus-Schrauben. Sie sind etwas länger als die Buchla Schrauben (aber kürzer als auf dem Foto), was mir sehr recht ist, da die kurzen Buchla Schrauben bei ausgeleierten Gewinden auch gerne mal rausfliegen. Der Versand war problemlos und ging sehr schnell.

    Socket Head Cap Screws - Blue



    Poti-Kappen

    Mit der 200 Series wechselte Buchla von den schwarzen Davies Knobs zu den blauen und roten Rogan Knobs. Obwohl mir die schwarzen Davies Knobs optisch besser gefallen und sich auch beim Regeln besser anfühlen, habe ich, ausgelöst durch den 205 Mixer, die Davis Knobs an allen Modulen, ausser den VCOs gegen Rogans ausgetauscht, weil der Positions-Strich der Davies unglaublich schlecht zu erkennen ist. Das "verbraucht" zu viel Aufmerksamkeit beim Spielen. Bei der dichten Besiedelung z.B. des Model 205 (mit 40 Potis) kommt noch dazu, dass mit den Rogans, weil sie nicht so dick wie die Davies sind, mehr Platz für die Finger bleibt.

    Die roten Kappen mit Schürze (skirted) wurden, soweit mir bekannt ist, zuerst nur für Volumen-Regler genommen, aber schon beim Easel wurde das durchbrochen. (Den kleinen roten Knopf habe ich bisher nur am Easel für Fine-Tuning und Waveshaping gesehen.) Ich habe bei meinem Instrument aber diese Farb-Codierung berücksichtigt (rot=Vol). Sie entlastet und vereinfacht das Interface!


    Shopping

    All diese speziellen Teile sind schwer zu bekommen und oft sind die Preise astronomisch! Daher ist es um so erfreulicher, dass es nun auch eine Bezugs-Adresse in Deutschland gibt:

    WeedyWhizz

    Ob Rogan-Knobs, Tiny-Jax, Boats (in verschiedenen Grössen!), Busboards oder fertige Patch-Kabel - auch mit Sommer-Goblin Kabel... Ich habe schon einige Dinge bei WeedyWhizz bestellt. Alles ging super schnell, zu sehr guten Kursen und - in Zusammenhang mit Buchla eigentlich undenkbar - total unkompliziert!

    WeedyWhizz bietet auch Teile für andere Formate an und baut sehr schöne Cases.


    WeedyWhizz Website




  • Tini Jax

    Buchla Patchkabel sind schwer zu finden und sehr teuer. Deshalb hatte ich zuerst nur Miniklinken-Patchkabel. Schliesslich habe ich mir selber Patchkabel gelötet.


    Weil mir die günstigeren Modelle mit Plastik-Kappe 740 .141 nicht so zusagen, habe ich mich für die 780 .141 aus Metall (geschirmt) entschieden. Tini-Jax .141 Stecker gibt es nur von Switchcraft.


    Switchcraft Website


    Da die Kabel-Öffnung der Stecker nur ca. 5,5mm gross sind, ist die Kabelauswahl etwas eingeschränkt. Meine Wahl fiel auf "The" Goblin von Sommer Cable in den (mässigen) Farben Rot und Eisgrau. Tolles Kabel - und passt perfekt mit einem Schrumpfschlauch.

    Sommer Website


    Bananas

    Ich habe drei verschiedene Sorten ausprobiert: die kleinere/schönere (von Pollin) ist leider nur in 50 und 100cm verfügbar und nur in den Farben Rot, Gelb, Blau und Schwarz. Eine etwas unglückliche Farb-Auswahl, da das Blau sehr dunkel ist.

    Zu erwähnen ist, dass bei den 15mm langen Steckerspitzen die Stecker wirklich an der Buchse aufliegen (links). Die Kabel sind sehr günstig und verbergen das auch nicht. Ich bin damit zufrieden. Soviel zu Pollin.



    Pollin Website



    Die Kabel mit den grösseren Stecker-Köpfen sind von Dold-Mechatronik. Das mittlere Modell (hier gelb) ist das günstigste, hat eine 1qmm/19A Leitung und sehr hässliche Stecker. Die rechten sind 2,5qmm/32A. Diese Kabel gibt es auch in 25cm Länge. Die Dold-Stecker haben 17mm lange Steckerspitzen und lassen einen Leerraum zwischen Stecker und Buchse. Sowohl 15mm als auch 17mm Stecker scheinen aber Bodenkontakt in exakt der gleichen Stärke zu haben (gefühlt).

    Natürlich sind die "passenden" und kleinen Stecker (Pollin) sehr "schön". Zum Patchen sind aber die grössten (Dold) die angenehmsten! Sie haben auch noch einen Knickschutz und die dickeren 2,5qmm Kabel spannen die besseren Bögen und liegen nicht auf den Knöpfen herum.


    Dold-Mechatronik Website


Foldable

Original Buchla Case
  • 201e-18

    Mein Case ist ein 201e-18 Case - das gleiche wie auf dem Foto über die 200e Serie. Es besteht aus drei Modulträger Reihen, die "Boats" genannt werden. Die "U"-Einheiten bezeichnen die Breite der Module. Es passen also 3x6=18x 1U-Module ins Case. Wie gesehen, gibt es aber auch doppelte- und dreifache Modul-Grössen. Bei gefaltetem bzw. geschlossenem Case werden die drei 6U-Boats sehr eng verschachtelt und das mittlere Boat befindet sich dann hinter den Seiten der äusseren Boats. Dies macht das Entfernen der Patch-Kabel während des Transports unumgänglich.

    Dieses Falt-Case-Konzept ist so konsequent auf Verkleinerung bei geringem Gewicht ausgerichtet, dass es für mich das "Rennen" gegen einen verkabelten Transport für sich entschieden hat.

    Durch Trennung von CV und Audio (Banana und Tini Jax) und geringere Modul-Anzahl ist der Aufwand beim Patchen nicht mit den meisten MOTM oder Eurorack Instrumenten vergleichbar - es geht deutlich flotter. So vergisst man auch nicht, wo Kabel gezogen sind.

    Buchla Cases haben kleine Öffnungen in den Boats, die für rückseitige Anschlüsse bestimmt sind. Von innen werden dort Breakout-Panels montiert, wie z.B. der des 227e System-Interface (siehe Bild). XLR für Mikrofon In und 4x TS-Klinke (6,3mm) out. Gut gedacht/gemacht!

    Das 201e-Case ist unglaublich leicht! Auch das war ein Kriterium für mich. Wie aber unschwer zu erkennen ist, ist das Instrument nicht sehr gut geschützt. Es gibt spezielle Hardcases dafür, die aber durch "viel Luft" deutlich grösser sind, als das zusammengeklappte Instrument.



    Das 201e-18 Case auf Buchla.com




    Deswegen habe ich mir für den Transport ein Cover von Hot-Covers anfertigen lassen: ein maßgeschneiderter "Pullover", der das Instrument schützt und dabei superleicht und praktisch ist. Das Cover hat auch einen Boden mit Klettverschluss, der einfach zugestrichen wird. Mit £48.- war dieses Cover auch noch deutlich günstiger als ein Hard-Case! Es genügt schon, die Maße (des Cases) per Mail zu senden.



    Hotcovers Website



    Expansion Boat

    Das 4HE Boat auf meinem Buchla 201e-18, ist ein Buchla-6U Boat von einem Dritt-Hersteller. Die Holz-Seitenteile habe ich selber angefertigt. Links (auf der Rückseite) habe ich eine 4-Pol XLR Buchse für den Strom eingebaut. Im 201-18 Case habe ich auch so eine Buchse und kann deshalb die Boats mit einem Kabel verbinden. Neben der Öffnung in der Mitte habe ich eine Buchse mit der Erdung gelegt (schwarz) und in der Öffnung befindet sich der On/Off Schalter (Row Power) für die Eurorack Module.

    Die Erdung des Eurorack habe ich nach aussen gelegt, um die Systeme (Buchla + Eurorack), im Falle eines Brumm-Problems, zum Prüfen einfach trennen zu können. Das Erdungskabel läuft zum Erdungs-Ausgang des 201e-Cases.





    Weil mir das Case für alle Module schnell zu klein war, hatte ich zuerst ein abnehmbares Top-Boat für die Eurorack Module gebaut. Auf dem Foto rechts ist die erste Version zu sehen, die aber mittlerweile abgelöst wurde. Hier ist der Verschluss gut zu sehen.

    Inzwischen habe ich soagr noch ein 3HE Boat auf dem 4HE Boat. Die (jeweils) zwei Koffer-Verschlüsse an den Seiten halten beide Etagen bombenfest und der Auf- und Abbau gestaltet sich so einfach, das es kaum zu steigern ist.

Buchla Besonderheiten

bei der CV-Steuerung durch andere Formate
  • Unipolar vs. Bipolar

    Der grosse Unterschied zu anderen Modular-Formaten liegt in der Uni-Polarität. Das heisst, dass Buchla nur positive Werte will (0-10V), während Bi-polare Systeme ±5V verarbeiten. Beides ist also 10V pp und theoretisch müsste ein 5V Offset-Shift ausreichen. In der Praxis ist es aber ganz anders.

    Wird ein fremdes System angeschlossen, ist es zunächst erforderlich, die Erdung beider Systeme zu verbinden. An Buchla Instrumenten ist deswegen eine Bananen-Buchse (auf der Rückseite). Wie ein passendes Kabel im anderen System eingerichtet wird, ist links, am Beispiel "Eurorack" zu sehen (16 und 10 Pin Ribbon-Kabel sind die typischen Anschlüsse im Eurorack). Hiermit ist auch schon der wichtigste Schritt für eine gute Verbindung getan.

    Erdungsprobleme würden sich durch Brummgeräusche zeigen. Für eine schnelle Analyse bei solchen Störungen, empfehle ich deshalb, diese Verbindung nicht intern zu machen, sondern extern - durch ein Bananen-Kabel. Mit der externen Verbindung können die Systeme unkompliziert zur Einzel-Prüfung elektrisch voneinander isoliert werden.

    Für Verbindungen aus den Expert Sleepers Modulen habe ich mir eigene Adapter-Kabel angefertigt. Da nur die TIP Verbindung angeschlossen werden muss, war das sehr einfach und sehr günstig. Aus einem Bananenkabel wurden zwei Adapterkabel. Gleichzeitig habe ich den Color-Code "Grün" für CV-Kabel vom Computer (bei mir) eingeführt.





    0-10V - Unipolar



    Bei der CV-Steuerung kommen nun, mit den Eurorack Expert-Sleepers Expandern, die ±5V ins Spiel: Buchla will 0-10V und das ESX-8CV Modul liefert im Auslieferungs-Zustand ±5V. Zuerst fiel mir das Umsetzen des Jumpers ein - es verändert die Stromstärke in ±9.13V. Nimmt man nur die positiven Werte, wären das 0-9.13V. Das wäre schon für die meisten Anwendungen zu gebrauchen, aber zwei Probleme bleiben: es fehlt eben "das letzte Volt", bzw. 0,87V und durch den Wegfall der negativen Werte blieben zur Steuerung nur 11 bit (0-2047) - wobei die Auflösung immer noch hoch genug wäre. Trotzdem hätte ich natürlich lieber 12 bit - und das ist viel einfacher, als ursprünglich gedacht.

    Das Bild (rechts) zeigt, dass in meinem Instrument tatsächlich nur 16 Eingänge sind, die unbedingt 0-10V benötigen (weil sie nicht mit den Sliders verbunden sind). Mein Kompromiss ist, da ich bisher nie alle 16 Inputs gleichzeitig gebraucht habe, dass ich einen (der fünf) Expander (mit 8x CV) auf die 9.13V/11bit Steuerung umgestellt habe. Da (in diesem Fall) 10V für +6dB stehen, ist es verschmerzbar, dass ich die 10V nicht erzeugen kann. Sollte ich diese CV Kanäle an anderen Modulen gebrauchen, muss ich dort nur den Offset anders einstellen (und habe nur eine 11bit Auflösung). Eine sehr komfortable Situation.

    Da die meisten CV-Eingänge am Buchla mit einem Poti verbunden sind, lässt sich mit dem Poti der Offset regeln. In den meisten Fällen ist das sogar besser, als 0-10V, denn z.B. am "LoPass Gate 292" müssten die Potis in 0-Position sein, um CV gesteuert zu werden. Durch ±5V verschiebt sich die 0-Position auf 12 Uhr und das hat die positive Folge, dass die Hülkurven verkleinert werden können, wenn der Poti auf Werte, unterhalb von 12 Uhr geregelt wird. Mir kommt das jedenfalls sehr entgegen.



    Eine Ansicht mit den Einstellungen meiner Expert Sleepers Expander. Links ist ein ESX-8GT MkI Gate Expander und daneben sind 4 ESX-8CV CV-Expander.

    Gates

    Am ESX-8GT MkI ist einer der Level-Jumper gesetzt, so haben 4 Ausgänge 11.54V Output (statt 5V) - dies ist aber nur bei den MkI Modulen möglich, da diese noch mit Strom versorgt werden (ESX-8GT MkII Module sind passiv).

    CV

    Nur ein ESX-8CV Expander ist nicht im Auslieferungs-Zustand: der Jumper ist versetzt (±9.13V) und über den Trimmer konnte ich den Output auf 9.54V maximieren.



    Buchla Pulses



    Buchla produziert sehr unterschiedliche Pulses. Auf der Grafik von Chris Muir wird das deutlich. Ein Problem ist, dass die Gates/Trigger/Pulses nicht länger sein sollten, als 4ms. Der Pulse des "Function Generator 281" ist sogar nur 0.5 ms kurz. Das zweite Problem ist, dass der typische Buchla "stepped pulse" aus einem >8,5V Trigger und einem 5V Gate besteht.

    Um es kurz zu machen - die beste Lösung sind die GT Elements von Synovatron. Rechts ist oben das eingehende Gate zu sehen und unten der, daraus erzeugte Buchla Pulse. Hörbar besser!


    Synovatron Website



    1.2V/Octave

    Auch dafür hat Synovatron eine Lösung, die ich aber nicht brauche, weil ich ja mit Max arbeite. Nur die 4ms bei der Triggerlänge sind problematisch und ein Verschlucken einzelner Signale wird wahrscheinlich, das nur durch den "Audio-Interrupt Mode" (in Max) zu beherrschen/verhindern wäre. Das will ich nicht, weil der Name auch Programm ist.

    Wie ich damit in Max umgehe und mehr ist auf meiner Hybrid-Synth Seite zu lesen.



    Mein hybrider Synth