Der Umbau des ARP Axxe MkII

Durch die, in der Praxis extrem gefährdete, hervorstehende Tastatur und das Metallgehäuse fühlte ich mich ermutigt, den MkII in einen Expander (ohne Tastatur) umzubauen. Die Idee dahinter war die Zusammenstellung mit dem Odyssey, wie es auf dem letzten Foto zu sehen ist.

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Links: so sah der völlig abgerockte Axxe aus, nachdem er aus den USA bei mir ankam. Im Inneren waren herumfallende Einzelteile zu hören, es fehlten alle Kappen und einige Fader waren abgebrochen. Ich war etwas schockiert und verunsichert.

Nachdem aber SaintEric (Eric van Baaren) den Axxe restauriert, modifiziert und damit wieder spielbar gemacht hatte, lies ich die Tastatur bei Eric, weil er mit Sicherheit eine Verwendung dafür hat und ich mich, wegen des wirklich günstigen Preises für seine gute Arbeit, nicht beschämen musste.

imgIch staunte nicht schlecht über die Leere im Axxe, nachdem ich ihn aufgeklappt hatte. Trotzdem erleichterte mir der Anblick, die nächsten Schritte beim Umbau anzugehen ....

Da ich nur wenig von Technik verstehe, habe ich diese Fotos (einige mehr als hier) angefertigt. Sie sollten beim Wiederzusammenbau helfen und Orientierung verschaffen. img


Mit Gaffaband habe ich einzelne Teile, wie die Schalter markiert und nummeriert, damit sie nach dem Umbau wieder an der richtigen Stelle landen.

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Während des Umbaus entwickelt man ein Gefühl für die fremde Materie und selbst die losgelösten Eingeweide - alles schön sortiert und nummeriert - waren im Ausmass überschaubar und verloren die Schockwirkung.

imgMit dem Gehäuse ging ich zum örtlichen (Kunst-) Schlosser, der meine Pläne unproblematisch umzusetzen wusste und das Gehäuse in ein Expander-Gehäuse verwandelte.

imgPraktisch ist die Vorgabe des Knickes am Gehäuse-Oberteil - es ist perfekt zu einem Deckel umzubauen. Ein LED-Loch für die Betriebsanzeige war die einzige Veränderung, die noch nötig war. So war das Gehäuse perfekt - die gelben Aufkleber sind Warnhinweise wegen des Stromes (Amerika!) auf der (ehemaligen) Bodenplatte, die ja jetzt, nach Kürzung, teilweise nach vorne geklappt war. Das Entfernen war ein Akt!!

imgDurch die gute Nummerierung und die Fotos gestaltete sich der Zusammenbau völlig unproblematisch. Jetzt war auch das Verhältnis des Gehäuses zum Inhalt ausgewogener geworden.

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Nach Anbringen des Netzteils, der Buchsen und einer weiteren kleinen Platine, musste die Hauptplatine mit der Unterseite des Gehäuse-Oberteils verschraubt werden. Dann nur noch die Faderkappen und das war´s.

imgMit einem Aufsatz auf dem modifizierten Ultimate-Stand ergaben Odyssey, Axxe-Expander und der Little Brother genau die ergonomische Kurve, die ich mir erhofft hatte. Später hatte ich hauptsächlich meine beiden Axxe Synthesizer verschaltet und der Odyssey blieb mit dem Little Brother und Software-Erweiterung für Live-Einsätze deutlich kleiner und damit viel besser zu transportieren.


Die Modifikationen an meinem Axxe MkII:

ADSR und LFO Freq wurden je mit einem zusätzlichen Schalter versehen, der die Werte der betreffenden Potis auf seinen drei Positionen a) /10, b) normal oder c) *10 weitergibt. Dadurch erreicht z.B. der LFO Geschwindigkeiten bis in die Frequenzmodulation und besonders die Beschleunigung der Hüllkurve (ADSR) ist es ein Riesengewinn für perkussive Klänge! Die Verlangsamung erlaubt Werte, die das Instrument für Einsätze ausserhalb der Popmusik prädestinieren. Ausserdem lässt sich der ADSR-Amount Fader durch einen weiteren Schalter invertieren.


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