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Der ARP 2600 ist ein halb-modularer, zuerst monophoner, später duophoner Synthesizer mit 3 VCO´s. Der Synthesizer ist in der Lage, durch gezielte Verwendung von Patchkabeln, recht komplexe Klänge zu erzeugen. Er wurde in den USA auch in vielen Schulen als Lehrgerät geführt, so daß sein Bekanntheitsgrad fast den des MINIMOOG erreicht. Zu erwähnen ist, daß die ersten Modellreihen etwas anders aussahen und die späteren Baureihen des grauen 2600 mit minderwertigeren Teilen bestückt war. Dies drückte sich vor allem durch starkes Grundrauschen aus. Auch klangen die später verwendeten VCO´s etwas schwächlich, denn die ursprünglich verwendeten Teledyne-VCO´s waren einfach zu teuer.. .

Heute lässt sich das korrigieren oder optimieren, aber der ARP 2600 ist ein sehr teures Instrument geworden. Auch von diesem Modell war die letzte Serie im Black/Orange-Look...

Für diesen Synthesizer gab es drei verschiedene Tastaturen, wobei nur das letzte Modell 3620 duophon war und einen zusätzlichen LFO bot.

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Neben dem ARP 2600 ist der Odyssey sicher der bekannteste ARP. Dieser Synthesizer klingt phantastisch und ist für mich aufgrund seines Interfaces ein ganz Besonderer. Anstelle von Patchkabeln gibt es eine Reihe von Schaltern, was zwar Einschränkungen in der Vielfalt der Verbindungen bringt, aber wesentlich schneller ist. Ein Eingang für externe Audiosignale und die Möglichkeit, Pedale anzuschliessen, prädestinieren dieses Instrument, für besondere Aufführungsanforderungen individualisiert zu werden.

In seiner Klasse ist er mit grosser Sicherheit das wohl klanglich vielfältigste Instrument.

Odysseys klingen alle etwas anders. Allgemein lässt sich sagen, daß die black/orange Modelle von ARP insgesamt oft etwas besser dastehen. Das liegt an kleinen Hardware Verbesserungen (durch Erfahrung) und daran, daß sie schlicht neuer sind, als ihre Vorgängermodelle. Mehr über die verschiedenen Odyssey Baureihen...

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Der ARP Avatar ist mehroderweniger ein Odyssey für Gitarristen. Technisch gleich bis auf die fehlende Tastatur. Anstelle der Tastatur gibt es ein Pitch-to-Voltage Interface für Gitarren. Durch den sich bereits einstellenden Niedergang der Firma ARP und einen zu hohen Preis, wurden nur wenige Hundert Avatars gebaut. Heute wird er bevorzugt als Expander angesehen, der durch sich seine Bauweise ideal für umfangreiche Modifikationen eignet.

Das schöne schwarzweisse Foto habe ich mir, wie auch das Foto des ARP 2500, bei discretesynthesizers ausgeliehen. CMS ist wohl weltweit die erste Adresse für ARP Services. Die dort zu sehenden Fotos von "gemoddeten" ARPs lassen einen fast ehrfürchtig erschaudern!

Aufgrund der niedrigen Stückzahlen (um 300) ist es relativ zufällig, ob man einen Avatar findet und ob der Preis hoch oder eher günstig ist.

Ein einfach aufgebautes Instrument mit überzeugendem ARP Sound. Der Axxe hat zwei Oszillatoren aber nur eine Hülkurve. Dadurch liegt seine Bestimmung in einfacher strukturierten Klängen, wie Bass- oder Solosounds. Der Axxe hat auch einen Eingang für externe Audiosignale und kann über den externen Eingang z.B. durch den Little Brother erweitert werden.

Oft liest man, er sei schwächer als der Odyssey - das stimmt nicht! Natürlich ist er einfacher aufgebaut, er hat aber einen kräftigeren VCA als der Odyssey. Auch deshalb ist er bis heute besonders als Bass-Synthesizer beliebt.


Hier ist ein kleiner Bericht über den Umbau meines Axxe MKII zum Expander...

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Durch das Einschleifen des Little Brother mit seinen schaltbaren Klangfarben in den Odyssey oder Axxe kommt ein ganz neuer Charakter dazu - er besitzt den gleichen Oszillator wie der Arp 2600. Das verändert entscheidend die Klangfarbe!

Das Eigenwillige des LITTLE BROTHER ist, daß der einzige Oszillator registerartig für Bass, Tenor, Alto und Soprano an- und ausgeschaltet werden kann (auch zusammen!) und auch vier verschiedene Klangfarben (Brass, Hollow, Reed und Fuzz) stehen einzeln oder zusammen zur Verfügung. Natürlich verringert sich die Auswirkung von groben Eingriffen am Odyssey oder Axxe, wenn ein Little Brother zusätzlich durch den external Input seinen kräftigen Klang dazugibt, es verbreitert die Möglichkeiten klanglicher Irritationen, ohne den Basisklang zu kippen (das passiert bei zwei Oszillatoren schnell). Manchmal ziehe ich sogar die drei Oszillatoren von Odyssey und Axxe (oder Little Brother), den drei Oszillatoren des ARP 2600 vor, denn sie haben einen filigraneren Charakter.

Das ich auch heute noch mit diesen wunderbaren Instrumenten spielen kann, liegt ausschliesslich an dem bereits zu Lebzeiten Heiligesprochenen SaintEric (Eric van Baaren), dessen profunde Kenntnisse nicht nur die Reparatur, Pflege und Modifikation dieser alten Instrumente, sondern sogar deren Weiterentwicklung erlauben!

Ohne den regelmässigen Service wäre ein zuverlässiger Einsatz dieser Instrumente nach 30 Jahren undenkbar.

Eric van Baaren´s Bedeutung ist nicht genug hervorzuheben. Wir in Europa haben das Glück, daß er hier lebt (und arbeitet).

Seine Verbindung mit diesen Synthesizern ist immer wieder beeindruckend - sei es in der Geschwindigekeit der Fehler-Diagnose/-Behebung oder in der Klanggestaltung auf diesen Instrumenten. Hört man, wie gezielt und schnell er Klänge produziert, kann man nur den Hut ziehen! Er weiss genau, was geht!

SaintEric

Die ARP Odyssey Baureihen

Der Umbau des ARP Axxe zum Expander

Mein ARP Setup